Elevation - Tour . com July 24th, 2008  
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Konzertkarten


U2 concert history
Yesterday in 1993
Népstadion, Budapest
2001
Hallenstadion, Zurich
2005
Stadio Olimpico, Rome
Today in 2001
Hallenstadion, Zurich
Tomorrow in 1987
Arms Park, Cardiff
1997
Festival Grounds, Werchter

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U2 - Elevation Tour 2nd leg: Europe

2001-07-24: Hallenstadion, Zurich - Switzerland

( venue website | other U2 shows at this location )

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Articledetails
2001-07-25 - Die Botschaft wird wieder gehört by Jerry Gadient
Source: Südostschweiz Presse

Die irische Popband U2 wurde im ausverkauften Hallenstadion frenetisch bejubelt

Mit der Rückbesinnung auf ihren alten Sound sind U2 auch in die Herzen ihrer Anhänger zurückgekehrt: Die zwei ausverkauften Konzerte im Zürcher Hallenstadion wurden frenetisch bejubelt. Und Bono konnte seine Botschaft von einer gerechteren Welt wieder unters Volk bringen.


VON JERRY GADIENT

Ungeduldig warten die 12 000 Besucher am Montagabend im Hallenstadion nach dem viel zu lauten Vorprogramm der schillernden schwarzen Sängerin Kelis auf ihre Lieblinge. Doch U2 lassen sich Zeit mit der Abstimmung der Instrumente, bei ihnen soll der Sound schliesslich einwandfrei rüberkommen.

Jubel brandet auf
Die Erlösung naht, aus den Lautsprechern tönt «Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band», und bei der von Paul McCartney gesungenen Zeile «We Hope You Will Enjoy The Show» ist der Konzertbeginn absehbar. Der Beatles-Song wird abrupt beendet, das Intro zu «Elevation», dem Song, der der aktuellen U2-Tour ihren Namen gibt, ertönt. Ein frenetischer Jubel brandet auf, als die vier Musiker, Sänger Bono, Gitarrist The Edge, Bassist Adam Clayton und Drummer Larry Mullen junior die Bühne betreten.
Die Idole sind zurückgekehrt in die Herzen ihrer unzähligen Anhänger. Nicht, dass sie jemals gänzlich daraus verschwunden wären, aber den musikalischen Experimenten der vier Schulfreunde, die sich vor 25 Jahren in ihrer Heimatstadt Dublin (Irland) in einer Schülerband gefunden hatten, vermochten die Fans in den Neunzigerjahren nicht mehr zu folgen. Erst auf dem Ende letzten Jahres veröffentlichten Album «All That You Can't Leave Behind» gab es wieder die wunderbaren, pathos-geschwängerten Songs, die U2 in den Achtzigerjahren zu einer der letzten grossen Rockbands gemacht hatten.
Die Quittung für den Versuch, musikalisches Neuland zu betreten, kam in der Form von mässig besuchten Konzerten anlässlich ihrer gigantischen «Popmart»-Tournee vor drei Jahren, einzelne Auftritte mussten gar wegen Desinteresses abgesagt werden. Die «Elevation»-Tour brach dafür nun alle Rekorde, die 24 000 Billette für die beiden Zürcher Konzerte waren in gerade mal 20 Minuten ausverkauft. Der Schwarzmarkt vor dem Hallenstadion trieb Blüten wie schon lange nicht mehr, 300 Franken und mehr wurden für ein Ticket von zum Teil weit hergereisten Fans geheischt.
Auf der Bühne zelebrierte dafür die «beste Rock'n'Roll-Band der Gegenwart» (Originalton Bono) eine Show, in der nichts ausgelassen wurde, um die Besucher zu begeistern. Bei der Songauswahl wurde die wenig goutierte Phase der Neunzigerjahre weitgehend ausgelassen. Dafür gab es reichlich Material aus dem neuen Album, darunter der Single-Hit «Beautiful Day», «Stuck In A Moment You Can't Get Off», «New York» sowie «Walk On», mit dem das Konzert nach über zwei Stunden abgeschlossen wurde. Dieser Song ist der Friedens-Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gewidmet, die in Burma seit Jahren unter Hausarrest steht.

Politische Botschaft
Die politische Komponente ist seit den Anfängen ein wichtiger Teil bei U2. Vor allem Sänger Bono wird nicht müde, seine Ideen von einer gerechteren Welt aktiv zu verfechten: Erst am Wochenende verhandelte er noch in Genua anlässlich des G-8-Gipfels mit politischen Führungskräften über eine Entschuldung der Drittweltländer. Klar, dass der Gipfel auch während des Konzertes thematisiert wird. «Wir sind sehr aufgebracht», erklärt Bono, «Gewalt hat nie eine Berechtigung.» Eingebettet in die Pazifisten-Hymne «Sunday, Bloody Sunday» lässt er das Publikum den alten Bob-Marley-Schlachtruf «Stand Up For Your Rights» mitsingen, ermahnt aber gleichzeitig, «nie ein Messer zu gebrauchen». Die Botschaft wird vom Publikum begierig aufgesogen, zumal sie in die alten Hymnen von «Desire» über «Where The Streets Have No Name» bis «With Or Without You» eingebettet ist. «Bullet In The Blue Sky» gibt es als erste Zugabe.

Das Hallenstadion wird zum Hexenkessel
Die Sinne schwirren, im überhitzten Hallenstadion läuft der Schweiss in Strömen. Bono spurtet über die beiden Laufstege, die zusammen mit der Bühne eine Herzform bilden. Die Band strotzt vor Kraft, Bassist Clayton und Drummer Mullen jr. breiten gewohnt stoisch ihren dichten Rhythmusteppich aus, The Edge glänzt mit seinem unverkennbaren Gitarrenspiel, mit obligater Mütze und wenigen Showeinlagen. Für diese ist der Sänger zuständig, der sich gefährlich nahe ans Publikum heranwagt, sogar Leute auf die Bühne heraufholt. Das altehrwürdige Stadion, das bald einem Neu- bau weichen wird, erlebt eines seiner grössten Konzerte. Ein Hexenkessel, die Leute toben. Bono hat nicht übertrieben: An diesem Abend hat man die grösste Rock'n'Roll-Band der Gegenwart erlebt.

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